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Ländliche Baudenkmäler zum Übernachten: vom Bielersee zum Bodensee
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Ländliche Baudenkmäler zum Übernachten: vom Bielersee zum Bodensee

Von Marguerite & Alexandre · Veröffentlicht am

Das Schweizer Erbe besteht nicht nur aus Chalets in den Bergen: Es lebt auch in mittelalterlichen Städtchen, an Flussquais und Seeufern. Dieser Guide versammelt unsere Adressen des Flachlands und der mittleren Höhen — fünf Häuser zwischen Bielersee und Bodensee, über Solothurn und den Neuenburger Jura, wo sich Geschichte auf Strassenhöhe lesen lässt.

Erlach — Les Rêveries, ein Haus von 1486 und sein Pavillon

Am Bielersee erreicht man Les Rêveries über die Pflasterstrasse oder die Treppen, die zum Schloss Erlach hinaufführen. Das Loft belegt ein altes Haus von 1486, vollständig renoviert und mit Leidenschaft eingerichtet: Skulpturen, Lampen aus Lederresten, Möbel des Ateliers Oï. Die Wohnung durchquert das ganze Haus — 75 m² —, mit schattiger Terrasse und einem zauberhaften, nach Süden ausgerichteten Garten (ab 190 CHF pro Nacht).

Im selben Altstadtgarten spielt der Pavillon eine ganz andere Partitur: 12 m² in Schindelbauweise, mit viel Einfallsreichtum gestaltet, und ein freier Blick auf den See und die St. Petersinsel, der zur Meditation einlädt. Eine der kleinsten Adressen unserer Sammlung (ab 125 CHF pro Nacht) — und eine der poetischsten.

Solothurn — In2, zwischen Pflastergassen und Aare

Auf der einen Seite des Hauses die alten Pflastergassen von Solothurn, auf der anderen die Aare. In diesem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert am Ritterquai pflegt In2 das perfekte Gleichgewicht zwischen geschichtsträchtigen Mauern und der zeitgenössischen Handschrift der Innenarchitekten Beat und Raya vom Studio IN2Design. Drei Zimmer (ab 185 CHF pro Nacht), und eine der schönsten Barockstädte der Schweiz vor der Haustür.

Romanshorn — die letzten Fischerhäuser am Bodensee

Die um 1670 erbauten Fischerhäuser sind typische Handwerkerhäuser, die einst direkt am Seeufer standen: Hier wohnten Schiffsleute, Spengler, Kesselschmiede und Schuhmacher. Sie sind die letzten Zeugnisse von Fischer- und Handwerkerwohnungen dieser Epoche in Romanshorn — und sie wären beinahe verschwunden: Abrisspläne schwebten über ihnen, bis die Thurgauer Denkmal-Stiftung sie 2009 erwarb und 2010-2011 renovierte.

Im Innern zeugen das Holzgerippe der Wände, Reste alter Tapeten, die verwinkelten Eingänge und die unterschiedlichen Bodenniveaus vom einfachen Leben des 17. und 18. Jahrhunderts. Vier Unterkünfte (ab 140 CHF pro Nacht), ein Restaurant vor Ort, und der Bodensee als Horizont.

La Sagne — Le Cochon rose, das Gasthaus der tausend Leben

Im Neuenburger Jura, auf 1'113 Metern, ist das Gasthaus Le Cochon rose ein wahrer Zeuge der Geschichte der Neuenburger Berge: einst Hôtel de Commune (1690), beherbergte das Haus nacheinander die Gemeindeverwaltung, eine Schule und ein Gasthaus. Vom Architekten Jonathan Schmid mit Leidenschaft restauriert, hat es seine Berufung zur Gastlichkeit wiedergefunden: Hotel und Restaurant unter der Leitung der Chefs Corin und Arnaud Frascotti, die eine saisonale, kreative und grosszügige bistronomische Küche zu Ehren der regionalen Produkte anbieten. Drei Zimmer und eine Wohnung (ab 190 CHF pro Nacht) — und eine Küche, die allein den Umweg rechtfertigt.

Die Route, die wir wählen würden

Zwei Nächte in Les Rêveries für das Licht des Bielersees, ein Halt in Solothurn, die Tafel des Cochon rose in den Höhen, dann ostwärts zu den Fischerhäusern, um mit den Füssen im Bodensee zu enden: eine Durchquerung der Schweiz der Städtchen, auf Augenhöhe mit der Geschichte. Der Rest der Sammlung — Maiensässe, Palazzi und Rustici — erwartet Sie im vollständigen Guide.