Geschichten, Guides und Inspiration
Es gibt Hotels, es gibt Ferienwohnungen — und dann gibt es jene Orte, die in keine Schublade passen: ein Maiensäss von 1770 am Fuss der Dent Blanche, ein Palazzo, der seit hundertvierzig Jahren Reisende empfängt, Fischerhäuser, die vor dem Abriss gerettet wurden. Orte, an denen die Übernachtung zu einer Art wird, Geschichte zu bewohnen statt sie zu besichtigen.
Das Wallis lebte lange auf zwei Höhen: das Dorf unten, die Maiensässe und die Alp oben. Von diesem Sommerleben bleiben Hunderte sonnengebräunte Holzbauten, von denen viele dazu verurteilt schienen, still zusammenzufallen. Einige Leidenschaftliche haben anders entschieden.
Graubünden ist ein Kanton der Pässe und Talwelten: das Engadin mit seinem berühmten Licht, das Bergell, das schon nach Italien kippt. An diesen Wegen haben Familien gross gebaut — und zwei dieser Häuser, für uns unter den einzigartigsten der Schweiz, öffnen heute Reisenden ihre Türen.
Südlich der Alpen hat das Tessin in Stein gebaut: dicke Mauern, Steinplattendächer, ganze Dörfer, die aus dem Boden gewachsen scheinen. Diese Häuser — die Rustici — erzählen von einem harten, erfinderischen Leben. Viele wurden im 20. Jahrhundert verlassen; die schönsten Wiedergeburten sind jung, und zwei davon gehören zu unserer Sammlung.
Das Schweizer Erbe besteht nicht nur aus Chalets in den Bergen: Es lebt auch in mittelalterlichen Städtchen, an Flussquais und Seeufern. Dieser Guide versammelt unsere Adressen des Flachlands und der mittleren Höhen — fünf Häuser zwischen Bielersee und Bodensee, über Solothurn und den Neuenburger Jura, wo sich Geschichte auf Strassenhöhe lesen lässt.